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Umuganda

Autor: JohannaWicke | Datum: 31 Januar 2016, 21:44 | 0 Kommentare

 

Seit 1974 gibt es in Ruanda offiziell Umuganda, was so viel heißt wie 'Community Day/coming together in common purpose to achieve an outcome' oder öffentlicher Gemeinschaftsdienst.

 

An jedem letzten Samstag im Monat ist Umuganda. An diesem Tag sollen offiziell öffentliche Arbeiten verrichtet werden. Vormittags sind die meisten Geschäfte zu und es herrscht eine Art Feiertagsstimmung. Die Meisten verbringen Umuganda zu Hause, aber es gibt noch einige pflichtbewusste Menschen, die wirklich am Umuganda arbeiten.

 

Auch ich habe bisher Umuganda immer zu Hause verbracht und mir einen gemütlichen Vormittag gemacht mit den ein oder anderen Arbeiten, die so unter der Woche liegen geblieben sind. Doch schon länger wollte ich auch mal am Umuganda irgendwo mitarbeiten, sofern es sich anbietet.

 

Am Freitag wurde in der Morgenandacht bekannt gegeben, dass die Diözesenmitarbeiter sich um zwei Uhr zum Umuganda treffen und den Bereich um die Büroräume vom Unkraut, was inzwischen viel mehr kleine Bäume sind, zu befreien. Und da ich

mich schon länger mal am Umuganda beteiligen wollte, machte ich mich um halb drei auf den Weg. Auf dem Weg treffe ich noch das ein oder andere bekannte Gesicht und wir halten kurz zu einem kleinen Pläuschchen an und ich bekomme überraschenderweise einen gegrillten Maiskolben einfach so geschenkt. Wie sehr einen solche kleinen Gesten doch immer wieder freuen können! 

 

Am Diözesenoffice angekommen sehe ich schon viele Mitarbeiter, die mit einem großen langen Messer dabei sind die Bäume zu fällen. Da ich leider so einen Haushaltsgegenstand nicht zufällig zu Hause habe, bin ich leider doch nicht so nützlich wie erhofft und so fälle ich nur sehr wenige Bäume in sehr länger Zeit (wohingegen andere schon gefühlte zehn Bäume umgelegt haben..) und helfe dabei die Bäume auf Haufen zusammen zu tragen, was anstrengender sein kann als gedacht.

 

In einer Unterhaltung mit einer Mitarbeiterin erfahre ich, dass man auf nationaler Ebene, bei einer Nichtteilnahme am Umuganda 5000 RWF Strafe zahlen muss. Doch auf örtlicher Ebene wird nicht überprüft, wer daran teilnimmt und wer nicht. Auch wenn man zum Beispiel einen Pass beantragt, wird man gefragt, ob man am Umuganda teilnimmt, doch ein einfaches Kopfnicken reicht wohl schon aus.

 

Auch wenn ich persönlich nicht finde, dass eine Nichtteilnahme am Umuganda bestraft werden sollte, mag ich diesen Teil der Kultur sehr gerne. Beim Arbeiten wird gescherzt und gelacht und es ist doch ein tolles Gemeinschaftsgefühl solche wohl eher unliebsamen Arbeiten gemeinsam an zupacken.

Auch dass jeder, der gerade Zeit hat und in der Nähe ist, mal kurz mit anpackt, finde ich sehr schön und so ist die Arbeit auch schnell getan. Alles in allem finde ich die Grundidee daran sehr gut, da könnten sich andere Länder ruhig mal eine Scheibe von abschneiden..

 

 

 

 

 

 

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